Einträge von Klaus Foitzick

Neufassung des deutschen Datenschutzrechts schreitet zügig voran

Am 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) unmittelbar anwendbar. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die nationalen Gesetzgeber dafür Sorge tragen, dass Aufsichtsbehörden und Unternehmen gleichermaßen wissen, worauf sie zu achten haben. Auch das deutsche Datenschutzrecht ändert sich in entscheidenden Punkten. Das wichtigste Gesetz dafür könnte schon sehr bald in Kraft treten. Spätestens dann kommt auf datenverarbeitende Unternehmen ein gutes Stück Arbeit zu.

Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Anpassung des BDSG an die Datenschutz-Grundverordnung

Die Bundesregierung hat heute den vom Bundesminister des Innern vorgelegten Gesetzentwurf zur Anpassung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) an die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beschlossen. Das Datenschutz-Anpassungs- und -Umsetzungsgesetz EU (DSAnpUG-EU) muss noch in Bundestag und Bundesrat beraten und verabschiedet werden, bevor es in Kraft treten kann. Datenschutz-Experten äußern jedoch jetzt schon starke Zweifel an der Gesetzesnovelle.

Wann dürfen Arbeitgeber von Mitarbeitern ein Führungszeugnis verlangen?

Wer als Unternehmen neue Mitarbeiter sucht, hat ein berechtigtes Interesse daran, den Bewerbern ordentlich „auf den Zahn zu fühlen“. Schließlich gehen mit jedem Mitarbeiter nicht unerhebliche Kosten einher. Neben Ausbildung, Berufserfahrung und Soft-Skills könnten dabei auch das Legalverhalten eines Bewerbers bzw. im Umkehrschluss etwaige Straftaten interessieren. Die Anforderung eines Führungszeugnisses liegt da nahe. Doch in welchen Fällen erlaubt der Datenschutz dem Arbeitgeber überhaupt ein solches Führungszeugnis zu verlangen? Wann ist das Zeugnis sogar vorgeschrieben? Welche Version dieses Bundeszentralregisterauszuges ist die richtige? Und wie darf mit den darin enthaltenen Daten des Bewerbers umgegangen werden?

Haftung des Datenschutzbeauftragten

Wer von einem Unternehmen als interner oder externe Datenschutzbeauftragter (DSB) bestellt wird, hat darauf hinzuwirken, dass das Unternehmen ausschließlich datenschutzkonform tätig ist. Mit dieser Verantwortung kommt auf den betrieblichen Datenschutzbeauftragten auch eine gewisse Haftung zu. Wann und in welchem Umfang der DSB haftet und wie sich Haftungsrisiken von internen und externen Datenschutzbeauftragten unterscheiden, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Wie bestellt man einen externen Datenschutzbeauftragten?

Die meisten Unternehmen in der EU mit mehr als neun Mitarbeitern müssen einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Für die allermeisten lohnt es sich dabei, auf einen externen Datenschutzbeauftragten zu setzen. Denn ein solcher Experte verfügt bereits über das notwendige juristische, technische und organisatorische Wissen, um den Datenschutz im Unternehmen effektiv und rechtskonform umzusetzen. Wie die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten (DSB) funktioniert, erklären wir Ihnen in fünf einfachen Schritten!

ISO 27001 Zertifizierung für IT-Beratungsunternehmen Infosys Consulting [Best Practice]

Für IT-, Strategie-, Management- und Unternehmensberatungen spielen Datenschutz und Datensicherheit eine herausragende Rolle. Denn der Umgang mit Daten von Kunden und deren Kunden gehört in Zeiten von Cloud-Computing, Big-Data und Business-Intelligence zum Alltag. Ein gut implementiertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) hilft hierbei gleich zweifach: Zum einen stellt ein ISMS unternehmensintern sicher, dass IT-Sicherheitsvorkehrungen den gesetzlichen Mindestanforderungen genügen und stetig optimiert werden. Zum anderen zeigt ein ISMS – wenn es etwa nach der bekannten Norm ISO 27001 zertifiziert ist – gegenüber Kunden und Geschäftspartnern, welch hohen Stellenwert die Datensicherheit einnimmt. Zwei schlagende Argumente auch für die Infosys Consulting GmbH, wie Helena Saldanha, zuständig für Verträge und Compliance, im Best Practice Interview erklärt.

Medizinischer Datenschutz bei iPrax Systems [Best Practice]

Unternehmen, die im Gesundheitssektor aktiv sind, können sich derzeit über zwei sehr interessante Megatrends freuen: Zum einen ermöglicht die Individualisierung medizinischer Bedürfnisse und gesundheitlicher Vorsorge eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle. Zum anderen hilft die Digitalisierung dabei, Interessierte immer gezielter anzusprechen und Kunden – Patienten ebenso wie Ärzte und Therapeuten – jederzeit mit passenden Dienstleistungen zu versorgen. Eine besonders große Herausforderung stellt jedoch der Datenschutz im medizinischen Bereich dar. Denn Daten über Diagnosen von Ärzten, Medikamente und Therapien sind besonders sensibel. Warum es sich für Gesundheitsunternehmen daher besonders lohnt, einen externen Datenschutzbeauftragten beratend hinzuzuziehen, erklärt Dirk Becker, Geschäftsführer von iPrax Systems im Best-Practice-Interview.

ISO 27001 & ISO 9001 Zertifizierung für MediaKom GmbH & Co. KG – Gesellschaft für Informations- und Dialogmanagement [Best Practice]

Wenn Unternehmen einen Dienstleister für Business-Process-Outsourcing (BPO) suchen, sollten die Faktoren IT-Sicherheit, Datenschutz und Qualitätsmanagement eine ausschlaggebende Rolle spielen. Immerhin werden dem Anbieter meist sensible Geschäfts- und Kundendaten anvertraut. Bei der Einschätzung vorliegender Managementsysteme helfen vor allem anerkannte ISO-Zertifizierungen. Wie diese mithilfe der activeMind AG zu erlangen sind, erklärt Thomas Dittmar, Technischer Leiter der MediaKom GmbH & Co. KG – Gesellschaft für Informations- und Dialogmanagement im Best-Practice-Interview.

EU-U.S. Privacy Shield verabschiedet

Am 12. Juli 2016 verabschiedete die EU-Kommission das von allen Beteiligten sehnlichst erwartete EU-U.S. Privacy Shield. Es löst das durch Urteil des Europäischen Gerichtshofs für ungültig erklärte Safe-Harbor-Abkommen ab. Nachdem ein erster Entwurf für das Abkommen zur Ermöglichung von Datentransfers in die USA bereits Ende Februar 2016 auf dem Tisch lag, folgten noch weitere Abstimmungsrunden, bis das Regelwerk endlich von allen Seiten abgesegnet wurde. In einer Pressemitteilung verkündete die EU-Kommission nun ihren Beschluss zum EU-U.S. Privacy Shield.

Datenschutz-Anforderungen an App-Entwickler & App-Anbieter

Anbieter und Entwickler von Apps für Smartphones oder Tablets müssen einer großen Bandbreite von Datenschutz-Anforderungen gerecht werden. Die Einhaltung der Vorgaben wird durch die deutschen Aufsichtsbehörden regelmäßig kontrolliert, u. a. indem sie App-Anbieter mittels ausführlicher Prüfkataloge befragen. Am Beispiel des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht (BayLDA) zeigt dieser Artikel, worauf App-Anbieter gute Antworten parat haben sollten und welche Kriterien sie bei der App-Entwicklung unbedingt erfüllen müssen.