Privacy by Design: Mit datenschutzkonformer IT gegenüber Mitbewerbern punkten und hohe Bußgelder vermeiden

Datenschutz, das war und ist für viele Unternehmen noch immer etwas, um das man sich kümmert, wenn alles steht: die Cloud, die teuer beauftragte Entwicklung einer App und das aufwendig programmierte Logistiksystem. Spätestens mit Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung, voraussichtlich Anfang 2018, sollten Unternehmen bereits bei der Auswahl von IT-Lösungen berücksichtigen, in wie weit diese datenschutzrechtlichen Anforderungen genügen. Die Verordnung verpflichtet Unternehmen, beim Einsatz von IT und Software zu prüfen, ob diese nach Datenschutzmaßstäben entwickelt wurden („Privacy by Design“). Ein Verstoß dagegen kann mit einem hohen Bußgeld belegt werden. Welchen Nutzen Privacy by Design für Unternehmen und Betroffene haben kann und welche gesetzlichen Änderungen mit der Datenschutz-Grundverordnung auf die verantwortliche Stelle zukommen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Geräteübergreifendes Tracking aus Sicht des Datenschutzes

Wenn ein Internetnutzer sich ein Produkt nicht nur auf dem Laptop, sondern auch auf dem Tablet oder dem Smartphone ansieht, ist das ein Problem für Analyse- und Werbedienste: Sie erhalten kein einheitliches Bild mehr vom Verhalten des Nutzers. Die Lösung ist das „Cross-Device-Tracking“, also Technologien, die eine geräteübergreifende Profilbildung des Nutzers ermöglichen. Was technisch mittlerweile möglich ist, muss deswegen aber noch lange nicht datenschutzkonform sein. Deshalb analysiert dieser Artikel zunächst die wesentlichen rechtlichen Gesichtspunkte von Nachverfolgungstechnik, um anschließend die datenschutzrechtliche Zulässigkeit unterschiedlicher Cross-Device-Tracking-Technologien zu diskutieren.

ISO 27001 Zertifizierung von E-Mail-Marketing- und Lead Management-Anbieter SC-Networks [Best Practice]

E-Mail-Marketing und die (teil-)automatisierte Vertiefung von Kundenbeziehungen mit Inhalten (Lead-Management) erfordern aufgrund ihrer Komplexität ausgereifte technische Lösungen. Außerdem sollte bei solchen Angeboten als Software as a Service (SaaS) in besonderem Maße auf IT-Sicherheit und Datenschutz geachtet werden. So ist es etwa datenschutzrechtlich spätestens seit dem Ende von Safe Harbor schwierig, auf US-amerikanische Anbieter zu setzen. Stattdessen lohnt es sich, E-Mail-Marketing-Anbieter aus Deutschland in Erwägung zu ziehen. Einer davon ist die SC-Networks GmbH mit dem Produkt Evalanche. Bereits seit einigen Jahren ist ein Experte der activeMind AG bei SC-Networks als externer Datenschutzbeauftragter bestellt. Nun begleiteten wir das Unternehmen als externer IT-Sicherheitsbeauftragter auch zur erfolgreichen ISO 27001 Zertifizierung. SC-Networks Geschäftsführer Martin Philipp erklärt im Folgenden, welche Anforderungen und Maßnahmen gemeinsam mit der activeMind AG umgesetzt werden konnten.

Schadensersatz & Datenschutz: Deutsches Recht vs. EU-Datenschutz-Grundverordnung

Fügt ein Unternehmen einer Person durch eine rechtswidrige Datenverarbeitung einen Schaden zu, hat diese Person in bestimmten Fällen Anspruch auf Schadensersatz. Doch welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit das datenschutzrechtliche Schadensersatzrecht greift? Und welches Unternehmen ist unter welchen Umständen für eine rechtswidrige Datenverarbeitung verantwortlich? Antworten auf diese Fragen finden Sie im folgenden Artikel. Dabei gehen wir auf das geltende Datenschutzrecht in Deutschland ebenso ein, wie auf die voraussichtlich 2018 in Kraft tretende europäische Datenschutz-Grundverordnung.

Die Datenschutzprüfung anhand des Standard-Datenschutzmodells

Das von den deutschen Aufsichtsbehörden entwickelte Standard-Datenschutzmodell (SDM) soll in vier Schritten zur selbsttätigen Prüfung und Verbesserung des Datenschutzes im Unternehmen befähigen: Auf die Kontextanalyse der Datenverarbeitung sowie eine rechtliche Bewertung der einzelnen Datenverarbeitungen folgt die Spezifizierung der Gewährleistungsziele, um anschließend einen Soll-Ist- bzw. Soll-Plan-Vergleich durchführen zu können. Im dritten Beitrag der activeMind Artikelserie erläutern wir Ihnen die erfolgreiche Anwendung des Standard-Datenschutzmodells inklusive aller notwendigen Prüfschritte.

Die neue Vorratsdatenspeicherung: Was erwartet speicherpflichtige Unternehmen?

Der Deutsche Bundestag hat im Oktober 2015 gegen großen Widerstand von Datenschützern ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet. Anbieter von Telefon- und Internetdiensten – nachfolgend: „verpflichtete Unternehmen“ – müssen spätestens ab 1. Juli 2017 sowohl Verbindungsdaten als auch Standortdaten von Nutzern für eine bestimmte Dauer speichern. Die Daten sollen von Behörden zur Aufklärung von Straftaten genutzt werden können. Auch wenn noch unklar ist, ob das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben wird, sollten speicherpflichtige Unternehmen frühzeitig aktiv werden, um keine Bußgelder zu riskieren. Die wichtigsten Punkte zum neuen Gesetz haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Unternehmen im datenschutzrechtlichen Würgegriff der US-Behörden

Wie stark nutzen US-amerikanische Behörden eigentlich ihr Recht, personenbezogene Daten von Unternehmen zu kontrollieren? Angesichts der spektakulären Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), den Datentransfer in die USA auf Grundlage des Safe-Harbor-Abkommens für unwirksam zu erklären, gewinnt diese Frage neue Brisanz. Immerhin führte das Gericht die massenhaften und unkontrollierten Überprüfungsaktivitäten US-amerikanischer Behörden als wichtiges Argument an. Denn dies sei nicht mit den datenschutzrechtlichen Regelungen der EU vereinbar, so der EuGH. Wie aktuelle Veröffentlichungen zeigen, lag der Gerichtshof mit seiner Urteils-Begründung noch näher an der Realität, als zu befürchten war.

Mehr Datenschutz durch neues Melderecht

Vom Patriot Act zum Freedom Act: Datenschutz in den USA

Am 2. Juni 2015 einigte sich der US-Senat auf den Freedom Act, eine gesetzliche Regelung, die Teile des abgelaufenen Patriot Acts ablöst. Die Neufassung unter anderem der Teile, die die Telekommunikationsdaten und ihre Überwachung betreffen, war notwendig geworden, um der amerikanischen Öffentlichkeit nach den Enthüllungen Edward Snowdens das Vertrauen in ihre Behörden wiederzugeben. Gemäß dem Freedom Act dürfen amerikanische Behörden (z. B. die NSA) nicht mehr massenhaft Daten von Betroffenen sammeln. Vor dem Hintergrund der vernichtenden Entscheidung des EuGH über das Safe-Harbor-Abkommen stellt sich nun für Unternehmen die Frage, ob durch den Freedom Act der internationale Datentransfer zwischen EU-Staaten und den USA ermöglicht, bzw. erleichtert wird?

Safe Harbor: Das Datenschutzabkommen und sein Ende

Safe Harbor war ein Datenschutzabkommen zwischen den USA und der EU. Es ermöglichte den internationalen Datentransfer in die USA als sogenanntes Drittland. Das Safe-Harbor-Abkommen wurde 2015 durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) für ungültig erklärt.