Ein aktuelles und akutes Problem im Internet: die Adressen werden knapp! Bereits Anfang 2011 wurden die letzten Blöcke des IP4 Adressraums vergeben. Neue Adressen wird es nicht geben. Eine Lösung ist aber bereits in Sicht – mit der Einführung des IPv6 Protokolls steigt die Zahl der möglichen Adressen von bisher 4,3 Milliarden auf 340 Sextillionen. Genug Adressen, um jedem denkbaren Gerät und damit jedem Benutzer eine eindeutige Adresse zu vergeben.

Genau hier entstehen neue Probleme.Eine stets gleich bleibende Adresse würde es sehr leicht machen, einen Nutzer im Internet jederzeit wiederzuerkennen, sobald er einmal identifiziert wurde. Die derzeit eingesetzten Mechanismen, etwa Cookies, mit denen ein anders nicht wiedererkennbarer PC „markiert“ wird, würden größtenteils überflüssig.

Auf der gerade zu Ende gegangenen 33. Internationalen Konferenz der Beauftragten für den Datenschutz und für die Privatsphäre wurden daher unter anderem folgende Empfehlungen aussprochen:

  • Nutzer sollen nach wie vor die Möglichkeit haben, dynamische, also wechselnde, IP-Adressen zu nutzen.
  • Dies soll technisch als die Standardmöglichkeit vorgegeben und nur auf Wunsch des Nutzers geändert werden.
  • Soweit etwa Standortinformationen zur Nutzung bestimmter Dienste notwendig sind, soll die Übermittlung dieser Informationen verschlüsselt erfolgen.

Der vollständige Text des Entschlusses ist hier zu finden.

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