Einträge von Michael Plankemann

Das Standard-Datenschutzmodell

Das Standard-Datenschutzmodell (SDM) liegt mittlerweile in Version 1.1 vor, die auf die europäische Datenschutz-Grundverordnung DSGVO angepasst wurde. Das SDM soll Unternehmen bei der konkreten Umsetzung der Datenschutzvorschriften helfen. Als Orientierungshilfe bietet es standardisierte Empfehlungen der Aufsichtsbehörden sowie eine vordefinierte Umsetzungssystematik. Für Unternehmen lohnt es sich also, sich mit dem „Konzept zur Datenschutzberatung und -prüfung auf Basis einheitlicher Gewährleistungsziele“ auseinandersetzen.

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Aktuelle Prüfungen der Datenschutzaufsichtsbehörden

Die Datenschutzaufsichtsbehörden der Bundesländer prüfen schon seit Jahren die Umsetzung des Datenschutzes gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Unternehmen. Mit der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dürften diese Prüfungen häufiger und umfassender werden. Ein wesentlicher Grund dafür sind die deutlich umfangreicheren Dokumentationspflichten. Weil unter der DSGVO empfindliche Bußgelder für Datenschutzverstöße drohen, sind Unternehmen gut beraten, genau zu wissen, wie die Aufsichtsbehörden vorgehen. Die jeweils aktuellen Prüfungen finden Sie in diesem Artikel.

Datenschutz im Hotel

Jedes Unternehmen ist dazu verpflichtet, verantwortungsbewusst mit den Daten von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern umzugehen. An den Datenschutz im Hotel stellt der Gesetzgeber jedoch noch höhere Anforderungen, weil hier mit sensiblen Daten der Gäste umgegangen wird, die als besonders schützenswert gelten.

Datenschutz in der Apotheke

Völlig selbstverständlich werden beim Betrieb einer Apotheke personenbezogene Daten verarbeitet. Diesem Begriff unterfallen sämtliche Informationen, die im Zusammenhang mit einer konkreten Person stehen, wie beispielsweise Name, Telefonnummer oder auch ein Foto. Das Persönlichkeitsrecht beinhaltet, dass es jedem Menschen im Grunde zusteht, selbst zu bestimmen, ob und wie seine Daten durch Dritte verwendet werden. Dies will der Gesetzgeber durch die Regelungen zum Datenschutz sicherstellen. Dabei ist es unerheblich, in welchem Verhältnis man zur betroffenen Person steht: Grundsätzlich sind etwa die Daten von Mitarbeitern ebenso zu schützen, wie die von Kunden.

Anforderungen an die IT-Sicherheit für Websitebetreiber

Bereits im Juli 2015 wurden Betreiber von Websites durch das IT-Sicherheitsgesetz verpflichtet, ihre technische Umgebung ausreichend zu schützen. Auch die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) fordert allgemein, dem Stand der Technik entsprechende Sicherheitsmaßnahmen. Die Anforderungen sind jedoch sehr offen formuliert. Dieser Beitrag erklärt, welche IT-Sicherheitsmaßnahmen Websitebetreiber zu treffen haben.

Binding Corporate Rules unter der DSGVO

Viele Unternehmensgruppen oder Konzerne verfügen über Standorte auch außerhalb Europas. Oft sehen sich selbige als rechtliche Einheit und vergessen, dass das Datenschutzrecht auch unter der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) weiterhin kein Konzernprivileg kennt. Der Datentransfer ist auch innerhalb eines Konzerns oder einer Unternehmensgruppe grundsätzlich zu behandeln, wie ein Transfer zwischen völlig fremden Unternehmen. Es muss eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung gegeben sein, ggf. müssen die Voraussetzungen einer Auftragsverarbeitung erfüllt werden und die Empfängerstelle muss ein angemessenes Datenschutzniveau gewährleisten bzw. Datenschutzgarantien bieten. Für letzteres bieten sich sogenannte Binding Corporate Rules (BCR) an.

Datenschutzmanagementsystem im Unternehmen

Ein angemessenes Datenschutzmanagementsystem ist unverzichtbare Voraussetzung, um datenschutzrechtliche Anforderungen des Gesetzes aber auch der Kunden belegbar zu erfüllen. Wie ein solches Datenschutzmanagementsystem aussehen kann und welche Punkte besonders zu beachten sind, erklären wir Ihnen in vier wichtigen Schritten.

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Schutz von Kundendaten beim Verkauf von Unternehmen

Wird ein Unternehmen oder Teile davon verkauft, gelangen meist auch Kundendaten in die Hände des neuen Eigentümers. Doch dabei ist Vorsicht geboten, denn gesammelte Kundendaten sind personenbezogene Daten, die meist über reine Listendaten hinausgehen. Solche personenbezogenen Daten können aufgrund des geltenden Datenschutzrechts nur mit Einwilligung der Betroffenen oder auf Basis einer einschlägigen Rechtsgrundlage verarbeitet werden. Die Übermittlung der Daten an einen neuen Eigentümer stellt unter Umständen eine Verarbeitung nach DSGVO (EU-Datenschutz-Grundverordnung) dar. Wie Kundendaten rechtskonform übertragen werden können, erfahren Sie in diesem Artikel.

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DSK veröffentlicht Blacklist für Datenschutz-Folgenabschätzungen

Mit der Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) prüfen Unternehmen mögliche Risiken bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Im Rahmen dessen sollen die Datenschutzaufsichtsbehörden Positiv- bzw. Negativlisten für die Fälle, in denen die DSFA zwingend bzw. entbehrlich ist, veröffentlichen. Einzelne Aufsichtsbehörden hatten bereits vor einiger Zeit eigene Listen veröffentlicht, diese waren aber nicht an die der anderen angeglichen. Nun legt die Datenschutzkonferenz (DSK), das Gremium der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, für Deutschland eine abgestimmte Blacklist vor.